Grüne Logistik: Intralogistik-Experten informieren sich über Brennstoffzellen-Antriebstechnologien in Stuttgart

21.09.2017

  • Internationaler Workshop in Stuttgart
  • Die Brennstoffzellentechnologie ist Bestandteil der neuen Antriebsstrategie von Daimler
  • Einsatz von Wasserstoff- und Brennstoffzellen vor allem in der Logistik
  • Diskussionen um Diesel und Klimawandel rücken Energieumwandlungstechnik in Wirtschaft und Verwaltungen weiter in den Fokus
  • Experten wollen für Aufklärung sorgen

Stuttgart, 21. September 2017 – Der Dieselskandal und aktuelle Klimaberichte rücken alternative Antriebstechnologien und nachhaltige Energiequellen weiter in den Fokus. Am 27. September treffen sich Fach- und Führungskräfte am Stuttgarter Flughafen zu einem Workshop zum Thema Brennstoffzellen in der Logistik. Denn: Das im Bereich Mobilität die Elektrotechnik das Rennen macht, ist offenkundig. Die Frage ist, wie Energie bereitgestellt wird und welche Technologie sich in welchen Anwendungen durchsetzt. Das Branchennetzwerk Clean Intralogistics Net (CIN) lässt unter dem Titel „Einsatz von Wasserstoff und Brennstoffzellen in der Intralogistik – Status quo und Perspektiven“ Fachkräfte die aktuelle Lage der Brennstoffzellentechnik ebenso erörtern wie wichtige Forschungsergebnisse und künftige Entwicklungen.

Der Workshop in Stuttgart will zudem in Sachen Brennstoffzellenantrieb weiter aufklären. „Die Brennstoffzellentechnologie ist bei Flurförderzeugen bereits marktreif und im Betrieb sicher darstellbar. Darüber hinaus gibt es bereits heute Einsatzbereiche, wo sie auch wirtschaftlich Sinn macht. Deshalb wollen wir noch stärker über die Technologie und ihre Vorteile aufklären“, erklärt Hannes Schöbel, Sprecher des Clean Intralogistics Net und unter anderem Manager Innovative Drives bei der Linde Material Handling GmbH. Bei dem Workshop wollen die Beteiligten zeigen, welchen Beitrag die Technik zum Klimaschutz leisten kann und warum sie für die Elektromobilität auch in der Logistik immer wichtiger wird.

Die Logistikindustrie ist nur eine von vielen Branchen, die Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien bereits erfolgreich einsetzt. Wie die gesamte Verkehrsbranche sieht sich auch die Logistik mit der erforderlichen Reduzierung der CO2-Emmissionen, Schadstoffen und den steigenden Energie- sowie Kraftstoffpreisen konfrontiert. Daher realisieren sie bereits Brennstoffzellenprojekte mit Flurförderzeugen wie Schlepper und Gabelstapler. „Die Vorteile der Brennstoffzellen liegen klar auf der Hand: Schnelles, flexibles Betanken, geringer Flächenbedarf für die Infrastruktur, konstante Leistungsab-gabe im Fahrzeug und ein sauberer, weil emissionsfreier Betrieb“, erklärt Schöbel.

Unternehmen wie Daimler aus Stuttgart haben das schon lange erkannt und sind Pioniere auf diesem Gebiet. Die Brennstoffzellentechnologie ist integraler Bestandteil der Antriebsstrategie von Daimler auf Ihrem Weg zur emissionsfreien Mobilität. Unter der Technologiebezeichnung EQ Power elektrisiert Mercedes-Benz zukünftig den Mercedes-Benz GLC F-CELL gleich zweifach, denn es soll weltweit erstmalig die innovative Brennstoffzellen- und Batterietechnik zu einem Plug-in-Hybrid kombinieren: Neben Wasserstoff wird die rein elektrische Variante des beliebten SUV auch Strom „tanken“. Das intelligente Zusammenspiel zwischen Batterie und Brennstoffzelle sowie kurze Betankungszeiten sollen den GLC F-CELL künftig zu einem alltagstauglichen elektrischen Begleiter für die Langstrecke machen. „Der Umgang mit Wasserstoff muss auch in der Logistik selbstverständlicher werden“, sagt Matthias Kromm, Technischer Planer und Engineering bei der Daimler AG, der ebenfalls auf dem Workshop einen Vortrag halten wird.

Für die Politik wird es laut Branchennetzwerk Clean Intralogistics Net (CIN) umso wichtiger, sich nach den Dieselskandalen und mit Blick auf den Atomkraftausstieg mit weiteren Energiequellen zu beschäftigen. Die Zukunft gehört nicht dem Verbrennungsmotor sondern dem Elektromotor, sei es mit Lithium-Ionen-Batterien oder Brennstoffzellen. Und Deutschland verfügt bereits über das nötige Knowhow in der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie.

„Die Brennstoffzelle gehört zu den wichtigen und interessanten Entwicklungen unserer Zeit. Die Brennstoffzelle ist ein hocheffizienter Energiewandler. Sie kann einen wesentlichen Beitrag zu der decarbonisierten Intralogistik leisten“, sagt Dr. Franz Geyer, Stellvertretender Sprecher des CIN und Referent Forschungsförderung der BMW Group. Unternehmen wie BMW und Daimler haben das schon lange erkannt und sind Pioniere auf diesem Gebiet.

About Clean Intralogistics Net (CIN)

Clean Intralogistics Net wurde 2016 von 8 Unternehmern gegründet, um den Einsatz der Brennstoffzellentechnologie nachhaltig zu fördern. Initiator des Netzwerks ist die NOW GmbH Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie. Das CIN zählt heute 11 Partner.

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