Hydrogen Council: Wasserstoff muss Teil der Energiewende werden

29.06.2019

Der Hydrogen Council war beim jüngsten G20-Gipfel in Japan dabei. Hier stellte die Internationale Energieagentur (IEA) ihren ersten großen Bericht über Wasserstoff (H2) vor. Fazit: Die Welt sollte sich der Herausforderung stellen, die Nutzung von H2 als potenziell emissionsfreie Energiequelle zu fördern – denn Wasserstoff habe das Potenzial, kritische energiepolitische Herausforderungen zu bewältigen.

Was ist der Hydrogen Council?

Eine Initiative zur Förderung der Rolle von Wasserstofftechnologien bei der globalen Energiewende, gegründet 2017 im Rahmen des Weltwirtschaftsforums in Davos. Air Liquide ist Mitbegründer des Councils und teilt sich aktuell den Vorsitz mit Hyundai.

Der Rat wächst stetig. Heute hat er bereits 60 Mitglieder, darunter führende multinationale Konzerne wie Daimler, BMW, Shell, Total oder Toyota. Ihre gemeinsame Mission: die Entwicklung und Vermarktung der Wasserstoff- und Brennstoffzellenbranche weiter voranzutreiben und die Bereitschaft für Investitionen zu fördern. Kurz gesagt: der Wasserstoff-Wirtschaft eine Stimme zu geben.

Die Koalition repräsentiert zusammen einen Gesamtumsatz von über 2,6 Billionen Euro und fast 4,2 Millionen Arbeitsplätze auf der ganzen Welt zusammen.

Insbesondere politische Entscheidungsträger werden vom Hydrogen Council angesprochen, um eine Basis für einen flächendeckenden Einsatz von Wasserstofftechnologien zu ermöglichen.

Was ist das Ziel des Hydrogen Councils?

Damit die gesetzten Klimaschutzziele auf internationaler Ebene erreicht werden können, müssen alle verfügbaren Technologien eingesetzt werden.

Wasserstoff ist dabei ein bedeutender Faktor in den Bereichen Mobilität, Energie und Industrie. Bei der steigenden Anzahl erneuerbare Energiequellen unterstützt Wasserstoff beispielsweise die optimale Effizienz der Anlagen und hat den großen Vorteil, speicherbar zu sein. Ebenso ergeben sich zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten in der Industrie, um langfristig den CO2-Fußabdruck deutlich zu mindern.

Im Mobilitätsbereich können Fahrzeuge mit Brennstoffzellen den Mobilitätssektor entlasten. Air Liquide zeigt mit eigenen Wasserstofftankstellen und Fahrzeugen schon heute, wie alltagstauglich diese Technologie ist.

Bis 2050 könnte die Wasserstofftechnologie den CO2-Ausstoß um bis zu 6 Gigatonnen jährlich reduzieren und bis zu 30 Millionen neue Arbeitsplätze weltweit schaffen.

Weitere Informationen finden Sie unter:

www.hydrogencouncil.com

https://www.iea.org/hydrogen2019/